Schwerpunkte

Die Grundlage unserer Arbeit ist der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan. Hier heißt es: Kinder haben ein Recht auf Bildung. Dieses Recht wird nicht erst mit dem Schuleintritt wirksam, sondern bereits mit der Geburt, denn Kinder lernen von Geburt an. Bildung von Anfang an ist im Interesse der Kinder, aber auch der Gesellschaft. Bildung ist der Schlüssel zum Lebenserfolg. Von ihr hängen die Zukunftschancen unserer Gesellschaft ab.

Wertorientierung und Religiosität

Als Einrichtung in katholischer Trägerschaft ist die Grundlage unseres Handelns das Verständnis vom christlichen Menschenbild. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Eltern und Kindern gegenüber mit Achtung und Wertschätzung zu begegnen. Bei uns sind alle Kinder willkommen. Wir sind offen für Kinder aus allen sozialen Schichten, für Kinder mit und ohne Behinderung und für Kinder aller Religionen und Weltanschauungen. In unserer Einrichtung ist religiöse Bildung und Erziehung fester Bestandteil der pädagogischen Konzeption. Die Auseinandersetzung mit religiösen Inhalten wird gefördert, Kinder werden dazu ermutigt, über Gott und den christlichen Glauben nachzudenken. Dabei gilt es, auf alle Fragen des Kindes, insbesondere auf diejenigen, die sich aus eigenen Erfah-rungen religiösen Lebens im Alltag ergeben, mit Wertschätzung, Respekt und Geduld einzugehen.

Das Leben des hl. Franz von Assisi ist für uns Leitlinie unserer Arbeit. Wir möchten die Kinder für Gottes Schöpfung sensibilisieren und ein Bewusstsein für die Mitverantwortung in unserer Gemeinschaft schaffen.

Das Spiel als Grundlage der kindlichen Entwicklung

Das Spiel der Kinder ist für uns von großer Bedeutung, denn es ist für die Kinder die wichtigste Tätigkeit. Von Anfang an setzt sich das Kind mit sich und seiner Umwelt auseinander. Das Spiel hilft Kindern, in die Gesellschaft hinein zu wachsen, Kompetenzen zu erwerben und eine eigene Identität zu entwickeln. Durch das Spiel lernen Kinder, miteinander umzugehen, soziale Beziehungen aufzubauen und eigenen Bedürfnisse einzufordern aber auch zurückzustellen. Die Grenzen der eigenen Person und die der Spielpartner werden erfahren. Spielen und Lernen sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille.

Das heißt für uns konkret:

  • kreative Raumgestaltung
  • Möglichkeiten zum Entdecken und Forschen
  • pädagogisches Personal als Vorbild, Spiel- und Lernbegleiter
  • wechselnde und ansprechende Spielmaterialien
  • Raum und Zeit für vielfältige Rollenspiele
  • Bauen und Konstruieren nicht nur mit Bauklötzen…
  • gruppenübergreifende Spielräume
  • offene Lernwerkstätten für alle Kinder

Bildung und Lernen

Bildung und Lernen sind ein offener und lebenslanger Prozess. Nie wird im Leben wieder so viel gelernt, wie in den ersten sieben Lebensjahren. Je solider und breiter die Basis an Wissen und Können in jener Zeit ist, desto leichter und erfolgreicher lernt das Kind danach. Die Aufgabe des pädagogischen Personals liegt darin, eine vielfältige und anregende Umgebung zu schaffen, die den Kindern einen breitgefächerten Erfahrungs- und Erlebnisraum mit vielen Anknüpfungsmöglichkeiten für den individuellen Bildungs- und Entwicklungsprozesse bietet.

Das heißt für uns konkret:

  • kindliches Spiel aufmerksam beobachten und dadurch Lernimpulse setzen
  • ansprechende Materialen anbieten, um Bildungsprozesse anzuregen
  • gruppenübergreifend Arbeit in den Kindergartengruppen
  • geplante Angebote in Lernwerkstätten für alle Kinder
  • Raum als Bildungsraum

Entwicklung des eigenen Körpergefühls

Bewegung, Entspannung und Erholung

Die Kinder sollen durch möglichst vielfältige und abwechslungsreiche Situationen und Materialien die Möglichkeit bekommen, ihren eigenen Körper zu spüren, wahrzunehmen und zu entdecken. Die Bewegung, das Erkunden des Raumes und der Umgebung schaffen Anreize um diese Entwicklungsschritte zu ermöglichen.

Ein gesundes Empfinden und Ausleben von Bewegung und Entspannung ist wichtig um ein positives Körpergefühl zu entwickeln. Ruhephasen geben den Kindern die Möglichkeit, wieder neue Kraft zu schöpfen und das Erlebte zu verarbeiten.

Essen und Trinken

Die Kinder lernen je nach Alter und Entwicklungsstand ihr eigenes Bedürfnis nach Essen und Trinken zunehmend selbständiger zu befriedigen. Auch ganz alltägliche Dinge wie z.B. der Umgang mit dem Geschirr, die Nutzung von Besteck oder das Tischdecken und Eingießen der Getränke gehören in diesen Bereich. Sie sollen selbst entscheiden und spüren, ob sie noch Hunger haben oder bereits satt sind. Gemeinsame Essenszeiten helfen den Kindern bei diesem Entwicklungsschritt.

Wickeln und Hygiene

Der Bereich der Hygiene, Pflege und Sauberkeitserziehung nimmt in der Krippe einen wichtigen Teil ein. Die Kinder lernen ihren eigenen Körper wahrzunehmen und mit diesem verantwortungsvoll umzugehen. Ohne Druck und Zwang werden diese Entwicklungsschritte begleitet und für die Kinder angenehm gestaltet.